3 - Teil 3 [ID:61425]
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Willkommen zur Vorlesung Homogenetik.

Das ist Clip 30, der dritte Teil und letzte zu den

komplexen Erkrankungen.

Und in diesem Kapitel wollen wir uns mit der Frage beschäftigen,

inwieweit man Ergebnisse von genomeweiten Assoziationsstudien auch für die Prädiktion

für die Vorhersage bei Gesunden einsetzen kann.

Wir müssen uns erstmal vor Augen führen,

dass wir mit der Prädiktion eine Umkehrung der Logik haben, die etwas problematisch ist.

Bei

einer genomeweiten Assoziationsstudie gehen wir von Erkrankten und von Kontrollen aus

die wir unterscheiden können an irgendwelchen Parametern

klinischen Parametern

Laborparameter

und so weiter.

Wir erkennen die dunklen, die erkrankten und die hellen Kontrollen und genotypisieren

sie und bekommen dann einen Überschuss an einem Allel G bei den Erkrankten und einen Überschuss

an Allel T bei den Gesunden.

Damit haben wir eine Assoziation.

Also G ist assoziiert mit dem

Merkmal, mit auch nicht perfekt.

Es gibt einzelne Personen, die auch G haben und nicht das Merkmal,

und es gibt auch Merkmalsträger, die das Allel T tragen.

Insofern haben wir hier ein Übergewicht,

aber keine perfekte Korrelation.

Nun wollen wir aber vom Genotyp aus zukünftig erkrankte Vorhersagen

anhand des Allels.

In diesem Falle haben wir wieder ein Kollektiv.

Das sind die gleichen Personen,

die wir eben haben, von denen wir jetzt ein paar Jahre früher nicht wissen, ob sie später

erkranken werden oder nicht.

Wir genotypisieren die und sagen jetzt voraus, weil wir natürlich

G als assoziiert betrachten

dass alle

die G haben

erkranken werden und werden damit im

Groß und Ganzen richtig liegen.

Diese Personen, die hier alle hier das dunkle Feld haben, haben ein G,

aber jetzt haben wir auch Personen, die eigentlich erkranken werden, die hier das T haben.

Sie

erinnern sich, das waren diese hier. Die haben wir jetzt als gesund gelabelt, obwohl sie erkranken,

also ein falsch negativer.

Aber dafür haben wir auch hier zwei falsch positive, die nicht

erkranken werden, aber trotzdem das Risiko alle haben.

Also wir haben hier etwas problematischer.

Hier haben wir eine Assoziation, jetzt kehren wir das um und das ist nicht so ganz einfach.

Man hat das sehr früh angefangen durchzuführen für Erkrankungen

die einen relativ hohen

genetischen Last haben

wo also der Anteil der Genetik relativ groß ist und das klassische

Beispiel dafür ist die altersabhängige Makular Degeneration.

Teil einer Videoserie :

Zugänglich über

Offener Zugang, StudOn-Zugang

Dauer

00:00:00 Min

Aufnahmedatum

2026-01-30

Hochgeladen am

2026-01-30 12:03:20

Sprache

de-DE

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